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Freitag, 17.09.2010:
S3ex Video heimlich im Schlafzimmer beim Kunden aufgenommen
Die Liebesspiele des TV-Stars Ottfried Fischer (56) mit zwei Prostituierten haben jetzt ein juristisches Nachspiel. „Die Anklage ist fertig. Im Herbst soll das Verfahren vor Gericht eröffnet werden“, so Staatsanwalt Kai Gräber.
Im dem Prozess geht es um das Sex-Video, das die Huren Maria K. (32) und Jasmin H. (35) im August 2009 heimlich im Schlafzimmer in der Schwabinger Wohnung von Otti Fischer gedreht haben sollen. Der Vorwurf: „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ und „Nötigung“.
Das Motiv für die pikanten Aufnahmen beschäftigt ebenfalls die Münchner Staatsanwaltschaft. Es geht um Kreditkartenbetrug in Höhe von 74000 Euro. Das Verfahren ruht, weil Jasmin H. ins Ausland abgetaucht ist.
Die Prostituierten versuchten zwischen dem 24. Juni und 26. Juli 2009 über American Express die Summe von Fischers Konto abzubuchen. Beträge zwischen 1000 und 4290 Euro. Als Fischer sein Konto prüfte und merkte, dass die Damen ihm bereits 32580 Euro abgezockt haben, beschwerte sich Fischer bei American Express. Fischer sagte zunächst: „Ich hatte nichts mit Prostituierten.“ Das Kreditinstitut stellte weitere Auszahlungen ein, verlangte mehr Beweise.
Da kamen der Zuhälter Klaus Peter H. (44) und der Ex-Polizist Mike P. (36, Anwalt Santosh Ernst Gupta) ins Spiel. Mike P. ist für die mobilen Kreditkartenlesegeräte zuständig. Für jede Buchung bekommt Mike P. Provision. Der Plan: „Ihr müsst ihn filmen.“ 30 Minuten ist das heimlich gedrehte Bildmaterial lang. Manchmal verschwindet die Kamera schnell unters Bett. Da sieht man nur Füße.
Pikant: Ex-Bild-Reporter Uli S. (29) sitzt auch auf der Anklagebank. Für 3500 Euro kam er damals an den Film. Gegen ein Exklusiv-Interview mit Otti wollte er den Film verschwinden lassen. Ihm drohen bis zu 3 Jahre Haft, den anderen bis zu einem Jahr Haft. Fischers Anwalt Florian Ufer sagte: „Wir sind froh, dass die Münchner Ermittler den Fall super aufgeklärt haben. Unser Mandant hat ja bereits in der Öffentlichkeit zugegeben, dass er was mit den Damen hatte. Aber nicht für so viel Geld.“
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