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Donnerstag, 25.11.2010:
Minister fordern Meldepflicht für Prostituierte
Sollte jede Prostituierte öffentlich angeben, womit sie ihr Geld verdient? Ja – das finden die deutschen Innenminister.
Sie wollen strenge Regeln über das Geschäft mit dem Sex verhängen: Bordelle sollen nur noch mit einer Konzession betrieben werden dürfen, Huren sollen künftig eine Meldepflicht haben.
Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, dass die Innenminister auf ihrem Treffen in Hamburg über diese Themen beraten. Sie wollen den Bund demnach auffordern, die Gesetzesverschärfung auf den Weg zu bringen.
Stepahnie Klee vom Bundesverband sexuelle Dienstleistung stimmt den Ministern zu. Die Konzessionierung von Bordellen fördere seriöse Etablissements. „Bordellbetreiber, die eine Erlaubnis haben, könnten dann sicher sein, dass ihr Betrieb nicht plötzlich wieder geschlossen wird.“ Außerdem würde man so Menschenhandel, Zwangsprostitution und Ausbeutung stärker bekämpfen.
Doch der Plan der Minister stößt auch auf Kritik: Mechthild Eickel von der Bochumer Prostituiertenorganisation Madonna ist gegen die Meldepflicht für Prostituierte. Sie fürchtet eine Stigmatisierung, „wenn Sexarbeiterinnen ihr Geschäft öffentlich anzeigen müssen.“
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