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Freitag, 06.08.2010:
Menschenhändlerbande verhaftet
KÖLN/BONN - Seit Ende 2009 verdichten sich die Hinweise auf ausbeuterischen Menschenhandel auf dem Straßenstrich in Bonn. Eine daraufhin im März 2010 eingerichtete Ermittlungsgruppe konnte nun neun Tatverdächtige festnehmen.
Die Männer zwischen 15 und 39 Jahren soll Frauen auf den Straßenstrich in Bonn und Köln geschickt haben. Nahezu das gesamte, verdiente Geld haben sie den Frauen dann abgenommen. Zwischen zwölf und 15 Stunden musste die 17- bis 22-Jährigen sich täglich prostituieren. In billigen Absteigen musste die Frauen dann übernachten. "Für uns ist nur schwer nachvollziehbar, wie die Frauen diese Zustände überhaupt ertragen konnten. Sie kommen aus abgelegenen ländlichen Gegenden in Bulgarien. Dort herrscht zumeist bittere Armut", sagt Kommissionsleiter Bell. Offenbar wurden die Frauen mit Heiratsversprechen und besseren Verdienstaussichten nach Deutschland gelockt.
Das Geld soll die Bande ins Ausland geschafft haben oder teure Autos davon gekauft haben. Wenn einer Frau die Flucht gelang, fing die Bande sie wieder ein.
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