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Donnerstag, 12.05.2011:

„Legion 81“ DieTodes-Schwadron der Hells Angels

Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Jobs, die den Hells Angels zu dreckig sind. Und für die haben sie ihre Leute – die „Legion 81“. Nun steht der Boss (39) dieser Höllenengel-Hilfstruppe im Verdacht einen Mordauftrag gegen einen abtrünnigen „Legionär“ erteilt zu haben


Punkt 6 Uhr stürmten Spezialeinsatzkräfte 13 Wohnungen von Mitgliedern der „Legion 81“ in Kiel und Umgebung. Den Rockern wird Körperverletzung, Erpressung, Menschenhandel und Förderung der Prostitution vorgeworfen. Doch am schwersten wiegt der Vorwurf gegen den 39-jährigen Anführer der „Legion“. Als der sich mit den „Ausstiegs-Wünschen“ einiger seiner Leute konfrontiert sah, soll er versucht haben sie mit brutalen Methoden daran zu hindern zu gehen. Da waren Faustschläge ins Gesicht noch ein mildes Mittel.

Der muskulöse Mann war bei seinen Leuten extrem gefürchtet. Dennoch hat ein Mitglied gewagt die „Legion“ zu verlassen. Laut Landeskriminalamt (LKA) Schleswig Holstein soll dann der Rocker-Boss eine „Todesschwadron“ aus ihm ergebenen Leuten zusammengestellt haben. Ihr Auftrag: „Findet und tötet den Verräter.“

Doch bevor es zu dem Mord kam, schlug die Polizei zu. Die Beamten verhafteten den Bandenchef, stellten diverse Schusswaffen sicher. Stefan Jung vom LKA: „Zusammen mit der Staatsanwaltschaft setzen wir mit diesem Schlag die Null-Toleranz-Strategie im Kampf gegen kriminelle Motorradgruppen und ihre Unterstützer fort.“ Durch seine Ermittlungen war es dem LKA bereits gelungen 2010 ein Verbot der Hells Angels Flensburg zu erwirken.

In der Vergangenheit war die „Legion 81“ immer wieder mit Schießereien und Schlägereien im Rotlicht- und Rockermilieu aufgefallen. Ein Ermittler: „Dank der ,Legion 81’ mussten sich die Hells Angels Kiel fast nie selbst die Finger schmutzig machen.“

Dabei gingen die Höllenengel-Helfer durchaus trickreich vor. So war der jetzt gefasste Bandenboss bis Anfang des Jahres Chef eines Kieler „Sozial-Kaufhauses“. Eine Einrichtung in der auch Straffällige gerichtlich verordnete Arbeitsstunden abarbeiteten. Und noch einen Laden betrieben die „Legionäre“. Im „Sparfuchs Kiel“ gab es Trödel. Im Hinterzimmer war das „Clubheim“ der Rocker und daneben ein illegales Bordell.



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