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Mittwoch, 15.12.2010:
Krise treibt mehr Frauen in die Prostitution
PALMA DE MALLORCA / SPANIEN (15.12.2010): Die Wirtschaft auf Mallorca leidet nach wie vor unter der Wirtschaftskrise. Die ganze Wirtschaft? Nein. Ein kleiner Sektor profitiert von den schlechten Zeiten, allerdings nicht freiwillig, denn die existenzielle Not hat mehr Frauen als früher in die Prostitution getrieben.
In den meisten Fällen ist das für die Frauen aber kein besonders einträgliches Geschäft, denn der Verdienst der Prostituierten in Palma etwa liegt kaum über 600 Euro monatlich. Die Krise hat auch die Preise für die käufliche Liebe sinken lassen. Ein weiteres Phämen der Zeit ist, dass nicht nur der Straßenstrich zugenommen hat, sondern auch die häusliche Prostitution. Auch außerhalb von Palma. In Städten wie Inca und Manacor etwa bieten viele Frauen sexuelle Dienste in Landhäusern an.
Viele Prostituierte nehmen auch nicht die Leistungen des Gesundheitsdienstes wie etwa durch das Rote Kreuz und anderen Einrichtungen in Anspruch, die ihnen zustehen. Die Zahl der Frauen, die entsprechende medizinische Einrichtungen aufsuchten, nimmt sogar nach Beobachtungen der Verantwortlichen ab.
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