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Montag, 01.11.2010:
Hure auf Straßenstrich geprügelt
Der Drogenstrich Geestemünder Straße: Freier suchen schnellen Sex in Verrichtungsboxen. Für Zuhälter ein gutes Geschäft – für die Huren ein sozialer Abgrund. Weil eine 19-Jährige dieses Leben nicht mehr wollte, wurde sie misshandelt.
Jetzt stand ihr Peiniger vor Gericht. Wenige Wochen war Kerstin (19, Name geändert) im Rotlichtmilieu unterwegs, als Oliver H. die Prostituierte laut Anklage im Sommer 2009 in einem Bordell in Kaarst „in einem Keller eingesperrt, körperlich und sexuell misshandelt“ hat.
Dann wurde sie gezwungen, auf der Geestemünder Straße zu stehen. In einer Nacht im Dezember kam sie auf 280 Euro. Das reichte dem Zuhälter anscheinend nicht. Er nahm ein Kabel, peitschte aufs Gesäß seines Opfers ein.
Kerstin vertraute sich am Strich einem Polizisten an. Der brachte sie zum Arzt und schrieb eine Anzeige. Vor Gericht gab der Angeklagte die Prügel zu, nicht aber, Kerstin zur Prostitution gezwungen zu haben.
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