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Samstag, 14.05.2011:
Großrazzia in Bordellen
Mit einer bundesweiten Razzia in rund 1000 Bordellen hat die Polizei nach Hinweisen auf Menschenhändler aus Westafrika gesucht. Allein in Baden-Württemberg durchsuchte sie rund 300 Bordelle und Terminwohnungen. An der Aktion am Donnerstag waren laut Bundeskriminalamt (BKA) 120 Polizeidienststellen beteiligt.
Die Beamten trafen 170 Prostituierte aus Westafrika an, wie das BKA am Freitag in Wiesbaden berichtete. Bei einigen bestehe der dringende Verdacht, dass sie Opfer von Menschenhändlern seien. Es gab 13 Festnahmen. Die Ermittlungen dauern noch an.
Die Ermittler vermuten ein bundesweites Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern. Analysten der europäischen Polizeibehörde Europol waren an der Razzia beteiligt, wegen möglicher Verbindungen ins europäische Ausland. Laut BKA werden die jungen Frauen unter anderem mit angeblichem Voodoo-Zauber eingeschüchtert. Sie zu identifizieren sei häufig erst der Einstieg in polizeiliche Ermittlungen, erklärte BKA-Präsident Jörg Ziercke.
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