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Dienstag, 06.09.2011:
Fischach: Fall des toten Geschäftsmanns bleibt rätselhaft
Die Hintergründe zum Suizid eines Firmenchefs bleiben nach wie vor ungeklärt. Ermittler zweifeln an den vorherigen Schilderungen des Mannes.
Fischach Mehr als einen Monat nach dem Tod eines 46-jährigen Firmenchefs aus Fischach sind die Hintergründe des Falls noch immer nicht vollständig geklärt. Der Mann hatte sich im Juli in einem Wald erschossen, das steht für die Augsburger Kripo zweifelsfrei fest. Rätsel gibt aber weiter ein angeblicher Überfall auf, den der 46-Jährige in der Nacht zuvor der Polizei gemeldet hatte.
Zweifel an der Schilderung des 46-Jährigen
Der Chef einer Werttransportfirma im Fischacher Ortsteil Willmatshofen hatte angegeben, er sei von einem maskierten Räuber mit einer Pistole bedroht worden. Der Täter habe Bargeld erbeutet. Die Ermittler hatten allerdings von Anfang an Zweifel an den Schilderungen des 46-Jährigen. Nur Stunden später, am darauffolgenden Tag, wurde der Firmenchef dann von einem Spaziergänger tot aufgefunden.
Einen Mord schließen die Ermittler aus. Bei der Kripo geht man aber weiterhin der Frage nach, ob es zuvor einen Überfall auf den Mann gab oder nicht. Auf Bildern einer Überwachungskamera ist nach Informationen unserer Zeitung ein Überfall zu sehen. Unklar bleibt aber offenbar dennoch, ob es sich bei der Szene um einen echten oder einen – möglicherweise aus Geldnot – inszenierten Raub handelt. Die Ermittler gehen auch der Frage nach, ob der 46-Jährige womöglich Ärger im Rotlichtmilieu hatte. Der Mann betrieb neben dem Geldtransportunternehmen auch ein Bordell im Münchner Stadtteil Lochhausen.
Bei der Augsburger Kriminalpolizei befassen sich inzwischen die Ermittler des Kommissariats 2 mit dem Fischacher Fall. Sie sind zuständig für Raubüberfälle.
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