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Mittwoch, 08.09.2010:
EU will Prostitution verbieten
EU-Parlament will Menschenhandel bekämpfen
Strafbarer Bordellbesuch?
Verschleppt, verkauft und ausgebeutet: In Europa werden jährlich mehrere tausend Personen Opfer von Menschenhandel. Von den betroffenen Frauen und Mädchen werden 43 Prozent zur Prostitution gezwungen. Das EU-Parlament will die Kunden dieser Zwangsprostituierten bestrafen. Die FDP hält das für kontraproduktiv: “Die Freier werden sich kaum Ausweispapiere vorlegen lassen.”
Das EU-Parlament will den Besuch von Prostituierten unter Strafe stellen, die Opfer von Menschenhandel sind. Die Auschüsse für Bürgerrechte, Justiz und Frauenrechte stimmte am Donnerstag für eine entsprechende Richtlinie (2. September).
Und da sich die Damen dem Freier üblicherweise kaum als Opfer von Menschenhandel persönlich vorstellen, steht jeder Freier erst mal unter Generalverdacht. Das dürfte bekannt und von der EU exakt so beabsichtigt sein. Und zur Not gibt es noch das Totschlagargument des Kinderhandels.
Werden die Vergehen gegen besonders verletzliche Personen wie Kinder, Schwangere oder psychisch Kranke begangen, drohen sogar 12 Jahre Haft.
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