Die Abteilung Milieudelikte im Hamburger Landeskriminalamt (LKA 65) und die Hamburger Staatsanwaltschaft führen seit Februar 2010 Ermittlungen gegen vier Beschuldigte (ein 32-jähriger Mann und drei Frauen im Alter von 20, 25 und 27 Jahren) wegen des Verdachts des bandenmäßigen Betruges. Gegen den 32-Jährigen erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl und Durchsuchungsbeschlüsse für die genannten Objekte. Der 32-Jährige wurde heute in seiner Wohnung in Rellingen verhaftet. Die beschuldigten Frauen sind in ihren Wohnungen angetroffen worden und zur erkennungsdienstlichen Behandlung ins Polizeipräsidium gebracht worden. Die Ermittlungen dauern an.
Gegen die drei Frauen häuften sich seit 2008 Betrugsanzeigen von Freiern. Die Frauen sollen den Freiern ihre Dienstleistungen zunächst für 30 bis 50 Euro angeboten haben. Im Zimmer wurden dann Nachforderungen erhoben, für die der Kunde keine Barmittel mehr zur Verfügung hatte. Dem Freier wurde angeboten, das fehlende Geld aus dem im Bordell aufgestellten Bankautomaten zu beschaffen. Nach Aushändigung der EC-Karte mit der PIN wurde jeweils bis zum Tageslimit Geld abgehoben.
Der 32-Jährige, der als Beschützer der Frauen agiert, gilt als Drahtzieher der Betrügereien.