Für mich und sicher auch für meine Nachbarn klingt es wie Hohn und Spott, wenn wir lesen müssen, dass unser Oberbürgermeister den Stadtteil Vauban als Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung in China präsentiert. In unserem Stadtteil Haslach-Haid, in dem man bisher gut leben konnte, obwohl die Stadt noch nie viel in diesen Stadtteil investiert hat, ist von Nachhaltigkeit nichts zu merken. Hier nimmt die Stadt es hin, dass dubiose Baufirmen Häuser kaufen, zu Bordellen umfunktionieren, ehemals ruhige Spielstraßen zum Rotlichtmilieu verkommen und die Familien, die hier leben, verunsichert und verängstigt werden. Die meisten von uns zahlen Steuern genau wie die Bürger im Stadtteil Vauban und Rieselfeld und könnten doch von unserer Stadt erwarten, dass sie bestehende Gesetze so umsetzt, dass unsere Lebensqualität wenigstens erhalten bleibt und unsere Sicherheit gewährleistet ist. Vielleicht könnten sich die Gemeinderäte und die zuständigen Bürgermeister mal vor Ort ein Bild machen. Dann könnten sie sehen, welche unzumutbaren Zustände hier entstanden sind. Christa Hildebrand, Freiburg Badische Zeitung vom Dienstag, 23. September 2008